Behandlungsmethoden in der Adipositas-Chirurgie

Unsere Behandlungen bestehen aus modernen konservativen und operativen Methoden.
Das Ziel eines bariatrischen Eingriffes ist, eine langfristige Reduktion des Übergewichts zu erreichen und Ihre Lebensqualität zu steigern.
Somit können sich mit Adipositas assoziierte Begleiterkrankungen, wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Bluthochdruck stark verbessern oder gar komplett verschwinden.

Endosleeve (ESG)

Die Endosleeve Methode ist ein bereits in den USA und Spanien etabliertes bariatrisches Verfahren, welches wir Ihnen nun neuerdings auch in Deutschland anbieten können.

Der Eingriff erfolgt minimal invasiv, schonend und narbenfrei mittels einer Magenspiegelung. Die Magenwand wird durch Nähte gefasst, das Magenvolumen somit um 2/3 verringert.

Der ESG bietet Patienten, vornehmlich mit einem BMI zwischen 30 – 40 kg/m2 eine dauerhafte Gewichtsreduktion von 20%. In der Regel liegt der Klinikaufenthalt nach dem Eingriff bei einem Tag.

schonend

  • durch eine leichtere, verträglichere Narkose

narbenfrei

  • Zugang zum Magen mittels Magenspiegelung ohne Schnitte
  • die Verkleinerung des Magens erfolgt durch das spezielle Nahtverfahren, ebenfalls ohne Schnitte

risikoarm

  • ohne Schnitte kommt es zu einem geringeren Nachblutungsrisiko
  • der Eingriff ist auch unter blutverdünnenden Medikamenten möglich

Magenbypass

Dieser Eingriff wird seit den sechziger Jahren als bariatrisches Operationsverfahren angewendet und ist bisher das häufigste Verfahren weltweit. Seit 1994 wird dieses Verfahren laparoskopisch durchgeführt. Bei der Operation wird der Magen im oberen Drittel durchtrennt und mit dem Dünndarm verbunden und die Verdauungsstrecke verkürzt. Durch diese anatomische Veränderung werden sowohl das Hungergefühl als auch das Nahrungsvolumen und die funktionelle Aufnahmefläche des Darmes verringert. Zusätzlich zu dem gewichtsreduzierenden Effekt wird der Typ-2-Diabetes frühzeitig auch schon ohne Gewichtsverlust durch den Magenbypass verbessert. Die orale Antidiabetikagabe oder Insulinsubstitution kann bereits nach wenigen Tagen reduziert oder beendet werden, v.a. wenn der Diabetes nicht länger als 5 Jahre besteht. Der Magenbypass stellt ein Verfahren mit einer sehr gut nachgewiesenen Langzeitwirkung dar.

Schlauchmagen-Operation

Die Schlauchmagenoperation ist das jüngste aller etablierten Operationsverfahren. Es handelt sich um eine subtotale Magenlängsresektion, bei der Teile des Magens bis zum Übergang zur Speiseröhre abgetrennt werden. Der für die Passage wichtige Magenpförtner wird erhalten, das Volumen des Magens ist auf ca. 100–150 ml reduziert. Dadurch haben die Patienten postoperativ ein stark vermindertes Hunger- und Sättigungsgefühl. Der natürliche Speise- und Verdauungsweg bleibt erhalten . Nach 5 Jahren kann ein Übergewichtsverlust von bis zu 70% erreicht werden . Die positive Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 ist hier ebenfalls hervorzuheben, was begleitend einhergeht.

Magenballon

Der Magenballon wird über eine Magenspiegelung eingelegt und mit einer isotonischen Kochsalzlösung befüllt . Durch seine Raumforderung kommt es zu einem besseren Sättigungs- und geringerem Hungergefühl.
Durch Gewöhnung allerdings, lässt diese Wirkung nach einigen Wochen nach. Der Magenballon sollte nach 6 Monaten entfernt werden, um eine Druckschädigung der Magenwand und ein Verdauen der Hülle zu verhindern. Durch diese begrenzte Verweildauer ist das Verfahren mit einer intensiven Diät vergleichbar. Geeignet für die Ballonmethode sind Pat. mit einen BMI bis 35 kg/m2. Während der Behandlung sollte erlernt werden, das Essverhalten auf eine ausgewogene Ernährung umzustellen, damit es nach Entfernen des Ballons zu keiner erneuten Gewichtszunahme kommt.